Das dritte „Smelting Symposium“ fand kürzlich vom 29. bis 30. September 2026 in Aachen statt und wurde vom Institut für Industrieöfen und Wärmetechnik (IOB) der RWTH Aachen organisiert.
Das Symposium dient dazu, den aktuellen Stand von Forschung und Entwicklung sowie der Anlagentechnik für elektrische Schmelzöfen (ESF, einschließlich SAF und OSBF) vorzustellen und die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen der Branchen (Ferrolegierungen, Stahlherstellung, Recycling usw.) zu erörtern. Zu diesem Zweck werden Fachvorträge aus Wissenschaft und Industrie gehalten und Diskussionen geführt.
Hamideh Hassanpour hielt einen Vortrag unter dem Titel „Advances in Plasma and Arc Modelling within the PlasmArc4Green Initiative“. Sie stellte die jüngsten Fortschritte im COMET-Modul „PlasmArc4Green“ vor, darunter die ersten erfolgreichen CFD/MHD-Simulationen eines elektrischen Schmelzofens mit eingetauchten Elektroden. Diese stellen einen wichtigen Schritt zu einem tieferen Verständnis und einer Optimierung des Prozesses dar.
Alexander Halwax präsentierte im Rahmen des Projekts „CircSmeltSteel – Integration of Complex Metallurgical By-Products in Electric Smelting Furnace Operation”, die Prozessstrategie und Zielergebnisse. Er skizzierte dabei einen systematischen Ansatz zur CO2-armen Verwertung metallurgischer Nebenprodukte über den „Electric Smelting Furnace“ Weg, bei dem die gesamte Stahlherstellungskette abgedeckt wurde. Diese führte von der Agglomeration über Pilotversuche mit dem ESF bis hin zur dynamischen Prozessmodellierung. Das Ziel lag darin, den ESF-Nebenproduktweg von TRL 4 auf TRL 6 voranzubringen und wichtige Wissenslücken hinsichtlich der elektrischen Leitfähigkeit der Schlacke sowie stabiler Betriebsfenster bei Nebenproduktanteilen von bis zu 50 Gew.-% zu schließen.

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