Projektmenu

Einleitung

Der Schwerpunkt der K1-MET-Forschungsarea 1 liegt auf der Charakterisierung von Rohstoffen für metallurgische Produktionsprozesse sowie der Behandlung von Rückständen und Recyclingmaterialien wie Schlacken, Stäube und Schlämme.

Weiters konzentriert sich die Area 1 auf die Entwicklung innovativer Reinigungstechnologien für metallurgische Prozessgase und auf die Integration ihrer Entstaubung und der Reststoffbehandlungswege in die Prozesskette der Eisen- und Stahlerzeugung.

Kontaktperson

Johannes Rieger
Management Area 1

 +43 3842 402 2280

Ziele und Motivation

  • Effizienter Rohstoff- und Reduktionsmitteleinsatz
  • Nachhaltige metallurgische Rückstandsbehandlung und Recycling für die Schließung von Stoffkreisläufen
  • Entwicklung von trockenen Gasreinigunssystemen für metallurgische Prozesse
  • Prozessentwicklung und Umsetzung vom Labor- bis hin zum großindustriellen Maßstab 

Unsere Ziele

Die Schadstoffbildung während des Sinterprozesses soll in Abhängigkeit spezifischer Betriebsbedingungen am Sinterband untersucht werden. Basierend auf diesen Erkenntnissen können Maßnahmen zur gezielten Emissionskontrolle generiert und implementiert werden (z.B. Abgasrückführung, Gassintern unter Verwendung gasförmiger Brennstoffe als partieller Koksgrusersatz). Des Weiteren wird eine Bestimmung der Sinterzusammensetzung (Charakterisierung der Eisenerz- und Mineralphase) mittels mikroskopischer Bildanalyse erforscht, um beispielsweise den Einfluss der Sinterabkühlbedingungen auf die Qualität des Endproduktes zu quantifizieren.

Ein Konzept, bestehend aus geeigneten Methoden zur Charakterisierung feinkörniger Kohlen, soll entwickelt werden. Diese Kohlearten werden als Ersatzreduktionsmittel im Hochofen (PCI = Pulverized Coal Injection) verwendet. Unter anderem stellt die Thermogravimetrische Analyse (TGA) eine bewährte Methode für die Analysen möglicher PCI-Kohlen dar.

Physiko-chemische und thermische Behandlungsprozesse für Stahlwerksschlacken sollen entwickelt werden. In Kombination mit anschließenden aufbereitungstechnischen Schritten können Wertstoffe z.B. Eisen aus der Schlacke abgetrennt und hüttenwerksintern rückgeführt werden (Hochofen, Sinteranlage). Darüber hinaus ist es ein Ziel, neue marktfähige Produkte z.B. für die Baustoffindustrie zu generieren.

Der RecoDust-Prozess soll für eine Behandlung von metallurgischen Rückständen mit dem Schwerpunkt der Zinkrückgewinnung weiterentwickelt werden. Außerdem werden Konzepte zur Agglomeration von Rohstoffen (Feinkohlen) und metallurgischen Reststoffen (Filterstäube und -schlämme) geschaffen werden. In diesem Zusammenhang sind Analysen der Festigkeits und Reduzierbarkeit wichtig für eine Nutzung der agglomerierten Kohlebriketts in einer Kokerei. Darüber hinaus können brikettierte Reststoffe in Direktreduktionsanlagen, zum Beispiel FINEX®, recycelt werden.

Trocken-basierte Gasreinigunssysteme sollen für metallurgische Prozesse, wie den Hochofen und den Konverter implementiert werden. Pilotanlagen und industrielle Großkampagnen sind vorgesehen, um bestehende Gaswäscher zu ersetzen.